Rufnummernmitnahme: So behaltet ihr eure Nummer beim Anbieterwechsel

Der Handyvertrag scheint für viele ein leidiges Thema zu sein, gerade das Thema Rufnummernmitnahme ist für viele ein rotes Tuch. Vorweg: Das muss es nicht sein. Ich zeige euch, wie ihr eure Rufnummer bei einer Kündigung einfach mitnehmen könnt.

So nimmst du deine Rufnummer zum neuen Anbieter mit

Ihr wollt zusätzlich noch eure alte Rufnummer mitnehmen? Auch kein Problem, ich zeige euch, worauf hierbei zu achten ist und wie ihr einen nahtlosen Übergang schafft.

Schritt 1: Rufnummermitnahme beantragen

Eure Rufnummer könnt ihr zum Vertragsende mitnehmen oder alternativ zum nächstmöglichen Zeitpunkt, dies nennt sich in der Fachsprache Opt-In. Hierbei müsst ihr eure Rufnummer bei eurem alten Anbieter freigeben lassen. In der Regel ist eine Portierung auch noch bis zu 90 Tagen nach Vertragsende möglich. Euer Anbieter kann für die Freigabe ein Entgelt von bis zu 30,72€ einfordern.

Tipp Sonderfall Prepaid: Handelt es sich um einen Prepaid-Anbieter, nennt sich die Freigabe Verzichtserklärung. Hierbei wird die Rufnummer für die darauffolgenden30 Tage freigegeben. Achtet dabei unbedingt darauf, dass ihr genügend Guthaben auf eurer Prepaid-Karte habt!

Egal ob Vertrag oder Prepaid, ihr müsst proaktiv die Rufnummer freigeben lassen. Dies könnt ihr bspw. direkt bei der Kündigung mitangeben oder auch zu jeder Zeit telefonisch bei eurem Anbieter.

Schritt 2: Neuen Handyvertrag abschließen

Bei Abschluss eines neuen Handyvertrags gibt es auch wesentliche Unterschiede, je nachdem, wo ihr letztlich bestellt. Ein exakt gleicher Tarif kann von Händler zu Händler unterschiedlich gehandhabt werden bzgl. der Rufnummernmitnahme. Während der eine Händler bspw. eine Portierung zum Vertragsende des alten Tarifs gestattet, gewährt der andere Händler nur eine Portierung zu sofort (wo dann ein Opt-In nötig wäre).

Rufnummer-mitnehmen

Oft kommt es auch vor, dass der Händler einfach nur fragt, ob eine Rufnummernmitnahme gewünscht ist und keine relevanten Daten abgefragt werden – viele übersehen dann den Sternchen-Text! In so einem Fall müsst die Portierung selbst anstoßen. Ihr erhaltet dabei eine einen Handyvertrag, der zu sofort startet – die Rufnummernmitnahme selbst müsst ihr dann im Kundenportal anstoßen. Den Händler interessiert es dabei nicht, ob ihr eine Doppelbelastungeingeht, sollte euer alter Vertrag noch laufen.

Tipp Als Faustregel beim Timing der Rufnummernmitnahme gilt: Fragt der Händler alle relevanten Daten zur Rufnummernmitnahme ab – dazu zählen Vertragsende und Portierungsart (zu sofort oder Vertragsende) – wird die Rufnummer auch zu diesem Zeitpunkt portiert und der neue Vertrag startet dementsprechend auch erst!

Folgende Angaben müssen auf jeden Fall bei einem Wechsel übereinstimmen:

  • Vollständiger Name
  • Geburtsdatum

Oft kommt es vor, dass während der alten Vertragslaufzeit geheiratet wird und ein anderer Nachname angenommen wird, welcher dann bereits für den neuen Vertrag verwendet wird. Lässt man diese Angabe im alten Handyvertrag nicht ändern, kommt es zu unnötigen Komplikationen und die Portierung kann sogar scheitern.

Schritt 3: Rufnummer portieren

Wie in Schritt 1 bereits erwähnt, könnt ihr eure Rufnummer sofort oder zum Vertragsende portieren (solange es der Anbieter bzw. Händler gestattet). In der Regel informiert euch dann euer neuer Anbieter bzgl. des Portierungsdatums. Das ganze Prozedere, also die Portierung selbst, kann bis zu 7 Tage in Anspruch nehmen.

Habt ihr weitere Fragen? Anregungen oder weitere Tipps? Dann hinterlasst gerne ein Kommentar.

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